Details

ISBN/EAN: 978-3-518-58848-2
Einband: Paperback
Weitere Details
Auflage:
1. Auflage 2026
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
160 S.
Format (T/L/B):
1.4 x 20 x 12 cm

Hersteller:
Suhrkamp Verlag GmbH
info@suhrkamp.de
Torstr. 44
DE 10119 Berlin


Weitere Details arrow_forward_ios
20,00 €

Lieferbar innerhalb 24 Stunden

Beschreibung

Es ist die Gesellschaft, die einen Strich durch die Digitalisierung macht. Aber was bedeutet dieser Strich? Man kann ihn sehen, aber nicht lesen. Er verweist auf die bei jeder Digitalisierung analog mitlaufende und ebenso kontinuierliche wie widerständige Wirklichkeit. Gesellschaft und Bewusstsein, Körper und Geist operieren nach eigenen Regeln. Was passiert, wenn digitale Daten in eine analoge Wirklichkeit zurückgespielt werden? Dirk Baecker erprobt in seinem neuen Buch eine Theorie digitaler Medien aus sozialwissenschaftlicher Sicht. Lernende Daten und prädiktive Modelle stehen im Zentrum seines tiefschürfenden Versuchs, unsere Kommunikation mit Rechnern zu beschreiben. Im Fluchtpunkt von Baeckers Analyse steht ein Begriff der Stochastik, der aktuelle Programme der künstlichen Intelligenz ebenso erfasst wie die Gesellschaft und ihre Theorie. Stochastik ist demnach nicht nur die Lehre von Wahrscheinlichkeiten, eine Art 'Theorie' der Statistik, sondern darüber hinaus eine Lehre vom Wirklichkeitsgewinn aus der Verknüpfung von Zufällen mit Zufällen. Baeckers originelle Bestandsaufnahme der Digitalisierung führt uns mitten hinein in eine Verständigung der Gesellschaft über sich selbst - und mit einer neuen, 'fremden Intelligenz', die wir noch kaum begriffen haben.

Über Dirk Baecker

Informationen zu Dirk Baecker auf suhrkamp.de

Rezension

»Der besondere Ertrag des Buches liegt darin, mit dem systemtheoretisch geschulten Blick Paradoxien sichtbar zu machen, die der konventionellen Beobachtung verborgen bleiben.«»Wer mit der systemtheoretischen Theoriearchitektur und ihrer Terminologie vertraut ist, wird mit diesem Buch viel Freude haben. Für alle anderen ist das hervorragend geschriebene Buch eine Art Selbstbildungsroman, der in die luftigen Höhen der systemtheoretischen Abstraktion führen kann.«»[E]in Theoriebuch ..., das seinen Namen verdient: Präzise ausgearbeitete Begriffe, hochabstrakte Zusammenhänge ...«»Vor dem Hintergrund der Beobachtung, dass die Künstliche Intelligenz immer auch ein Spiegel der Gesellschaft ist, gelingt es Baecker eindrucksvoll, das Unbehagen an der Digitalisierung zu erkunden und eine soziologische Antwort auf die Frage zu geben, warum die Entwicklung der Gesellschaft bereits heute eng an die Entwicklung Künstlicher Intelligenz gekoppelt ist.«»... [B]ei der Lektüre [kristallisiert sich] ein Deutungsrahmen heraus, der unseren Blick auf das Digitale verändern kann, womöglich sogar nachhaltig.«»Der Soziologe Dirk Baecker versteht es mit jedem Buch, ein viel diskutiertes Thema so auszuleuchten, dass man es völlig neu sieht und das Gefühl hat, es erstmals auch richtig einzuordnen.«