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ISBN/EAN: 978-3-662-70657-2
Einband: gebundenes Buch
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Auflage:
1. Auflage 2025
1. Auflage 2025
Erschienen am:
05.03.2025
05.03.2025
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
30 farbige Illustr., Etwa 300 S. 30 Abb. in Farbe.
30 farbige Illustr., Etwa 300 S. 30 Abb. in Farbe.
Format (T/L/B):
2.5 x 22 x 14.5 cm
2.5 x 22 x 14.5 cm
Hersteller:
Springer Verlag GmbH
juergen.hartmann@springer.com
Tiergartenstr. 17
DE 69121 Heidelberg
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Beschreibung
Was hat Heimat mit Musik zu tun? Und Musik mit Heimat? Welche Erkenntnisse ermöglichen es, über Heimatmusik jenseits der deutsch-patriotischen Aufladung des Begriffs seit dem 19. Jahrhundert nachzudenken? Kann Musik historisch tief und global breit über sich wandelnde Heimatbilder Auskunft geben? Christiane Wiesenfeldt fragt, ob und in welcher Form Musik seit dem frühen Mittelalter bis heute Heimat vermittelt. Dazu durchwandert sie die Musikgeschichte auf der Suche nach Themen, Klängen und Praktiken, die Angebote von Zugehörigkeit formulieren. So wurden schon immer räumliche oder familiäre Verbundenheiten, aber auch Phantasie- oder Sehnsuchtsorte, mythologische oder geistliche Heimaten besungen. Ebenso können Lieder, die Verluste, Krisen oder Einsamkeit thematisieren, in Exil-, Migrations- und Vertreibungssituationen heimatliche Relevanz erlangen. Auch die Instrumentalmusik hat Teil an der klanglichen Modellierung von Heimat, indem sie mit Fremdheit, Nationalthemen oder Naturstimmungen immer wieder neu umgeht. Die Frage nach Heimat kann so als vielseitiges analytisches Instrument sichtbar werden, um einen ganz wesentlichen Aspekt von Musik und ihrer Geschichte besser zu verstehen: ihre unmittelbare Nähe zu menschlichen Bedürfnissen nach Verbundenheit, aber auch den Missbrauch dieser Bedürfnisse in nationalistischen und rechtspopulistischen Kreisen.
Über Christiane Wiesenfeldt
Christiane Wiesenfeldt ist Professorin für Musikwissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Sie ist Schriftleiterin der TONKUNST, Ordentliches Mitglied in den Wissenschaftsakademien Erfurt und Leipzig, Stellvertretende Direktorin des Heidelberg Center for Cultural Heritage (HCCH).
Rezension
“... Das Buch weist so der Heimatforschung einen methodisch regulierten Weg und geht diesen in exemplarischer Weise selbst. Darüber hinaus aber zeigt es allen, die sich für das Phänomen Heimat interessieren und ihm nachspüren wollen, welchen elementaren Stellenwert die Musik für das menschliche Beheimatungsbedürfnis besitzt.” (Friederike Nüssel, in: Theologische Literaturzeitung, Juni 2025)