Details
ISBN/EAN: 978-8-02-736075-8
Einband: kartoniertes Buch
Weitere Details
Auflage:
1. Auflage 2022
1. Auflage 2022
Erschienen am:
17.12.2022
17.12.2022
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
288 S.
288 S.
Format (T/L/B):
1.6 x 22.9 x 15.2 cm
1.6 x 22.9 x 15.2 cm
Hersteller:
e-artnow s.r.o.
kristoferpaetau@gmail.com
Za sidlistem 22
CZ 14300 Prague
e-artnow s.r.o.
kristoferpaetau@gmail.com
Za sidlistem 22
CZ 14300 Prague
Weitere Details
arrow_forward_ios
Wer einmal aus dem Blechnapf frißt
Ein Gefängnisroman über Resozialisierung, soziale Ausgrenzung und Rückfall in der Weimarer Republik
16,70 €
inkl. MwSt.
Lieferbar innerhalb 1 - 2 Wochen
Beschreibung
Hans Falladas Roman Wer einmal aus dem Blechnapf frißt erzählt die Geschichte des entlassenen Strafgefangenen Willi Kufalt, der nach Jahren im Zuchthaus in die bürgerliche Welt zurückzukehren versucht. Mit nüchterner Genauigkeit, sozialkritischer Schärfe und zugleich tiefem Mitgefühl zeigt Fallada, wie Vorurteil, Behördenlogik und ökonomische Not den Weg in ein selbstbestimmtes Leben versperren. Der Roman steht im Umfeld der Neuen Sachlichkeit, verbindet dokumentarische Beobachtung mit psychologischer Eindringlichkeit und macht das Gefängnis nicht nur als Institution, sondern als fortwirkendes gesellschaftliches Stigma sichtbar. Fallada, eigentlich Rudolf Ditzen, kannte die Abgründe moderner Existenz aus eigener Erfahrung: Sucht, Klinikaufenthalte, Haft, prekäre Arbeit und die Verwerfungen der Weimarer Republik prägten seinen Blick auf Außenseiter. Seine Biographie verlieh ihm ein besonderes Sensorium für Menschen, die zwischen Schuld, Scham und dem Wunsch nach Anerkennung leben. Daraus entstand ein Werk, das moralische Urteile meidet und soziale Mechanismen freilegt. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die realistische Literatur als Erkenntnisinstrument schätzen. Es ist ein eindringliches Plädoyer gegen die bequeme Vorstellung, Strafe ende mit der Entlassung, und bleibt deshalb von beklemmender Aktualität.